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Demenzpflege







Demenz – Leben mit der Vergesslichkeit

Mit steigender Lebenserwartung wird heute immer häufiger Demenz als Krankheit diagnostiziert. Bis zum Jahr 2030 wird ein Anstieg der Patientenzahl um rund 60 Prozent erwartet. Doch was ist Demenz eigentlich genau?

Die Alzheimer-Krankheit, nach ihrem Entdecker Alois Alzheimer benannt, wird auch als Morbus Alzheimer oder als Demenz vom Alzheimer-Typ bezeichnet. Unter dem Begriff Demenz versteht man den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Die Krankheit zeichnet sich vor allem durch eine anfängliche Gedächtnisschwäche aus, die im Verlauf zunimmt und zum Totalverlust der Urteilsfähigkeit und der Persönlichkeit führen kann. Direkt nach Schlaganfällen ist eine Demenz die häufigste schwere Störung der Hirnfunktion im Alter.

Schwere Gedächtnisstörungen, Depressionen, Angst, Reizbarkeit, Verfolgungswahn, Schlaflosigkeit und Unruhezustände, aber auch Apathie sind die wichtigsten Anzeichen. Allerdings können diese Symptome auch bei anderen Krankheiten einzeln oder in Kombination auftreten.


Wie entsteht Alzheimer-Demenz?


Die Krankheit beginnt meist schon mehrere Jahrzehnte bevor die ersten Symptome auftreten. Dabei entstehen im Gehirn Ablagerungen von Eiweißbruchstücken. Diese Ablagerungen behindern offenbar die Kommunikation der Nervenzellen untereinander. Im Laufe der Zeit sterben dann jene Nervenzellen in den Regionen des Gehirns ab, die an der Entwicklung von Gedächtnis, Sprache und Denkfähigkeit beteiligt sind. Ob die Ablagerungen die Ursache oder eine Begleiterscheinung des Zelltodes darstellen, ist bisher nicht geklärt. Ebenso ist die eigentliche Ursache des Leidens noch immer unbekannt. Vieles deutet darauf hin, dass es mehrere Auslöser gibt.


Typische Anzeichen der Alzheimer-Krankheit:


• Störungen des Kurzzeitgedächtnisses
• Denkschwierigkeiten
• Sprachstörungen
• Depressionen
• Eingeschränktes Urteilsvermögen
• Wahnvorstellungen
• Persönlichkeitsveränderungen

Den Betroffenen fällt es schwer, Dinge und Personen wiederzuerkennen; sie „leben in der Vergangenheit“. Alltagstätigkeiten wie Ankleiden oder Einkaufen können sie nicht mehr bewältigen, schließlich verlieren sie die Kontrolle über ihre Körperfunktionen. Im Endstadium verstummen die Patienten oft, sind bettlägerig und völlig auf die Hilfe Anderer angewiesen.


Tipps für den Umgang mit Demenzkranken:


• Vermeiden Sie Veränderungen in der täglichen Routine
• Verzichten Sie auf unnötige Machtkämpfe
• Überfordern Sie den Demenzkranken nicht
• Versuchen Sie nicht, übermäßig zu kontrollieren
• Versuchen Sie ruhig und geduldig zu bleiben
• Bewahren Sie den Respekt vor dem Erkrankten
• Behalten Sie Ihren Humor







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Regina Brückner
Einrichtungsleiterin

Telefon 02428/90589-0
E-Mail regina.brueckner@awo-mittelrhein.de
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